Neuer Glanz für Sportstätte
Neuer Glanz für Sportstätte
Das 1963 erbaute Stadion in der Johannisau ist seit Jahrzehnten das sportliche Herz der Stadt Fulda. Ausgestattet mit einer Laufbahn, einer Weitsprunganlage und einem Rasenplatz bietet es verschiedenen Sportarten und bis zu 18.000 Gästen Platz.
Zuletzt war es jedoch nur für max. 5.000 Personen zugelassen und eingeschränkt betriebsbereit: Die Stehtribünen auf Nord- und Südseite waren unbefestigt und gesperrt, das Funktionsgebäude aus den 1960er-Jahren wies erhebliche bauliche und bauphysikalische Mängel auf und die Infrastruktur war nicht mehr zeitgemäß.
Eine umfassende Sanierung war unumgänglich. Ziel der Maßnahme war es, die Spielstätte fit für den Spielbetrieb in der Regionalliga Südwest zu machen – und perspektivisch auch für die 3. Liga.

Umbau im Bestand – mit vielen Beteiligten
Das Projekt wurde im Auftrag des Magistrats der Stadt Fulda bearbeitet. Es wurde in enger Abstimmung mit dem DFB, der Regionalliga Südwest und zahlreichen lokalen Akteur:innen geplant und realisiert. Dazu zählten Vertreter:innen der Stadt, der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, der Feuerwehr, Polizei, des Bauhofs, der unteren Naturschutzbehörde und sogar der Luftfahrtbehörde – denn das Stadion liegt im Anflugbereich eines benachbarten Flugplatzes.
Dabei übernahmen wir die Planung und Bauleitung der Freianlagen im 1. Bauabschnitt sowie die Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung und entwickelten im Kontext der übergeordneten Sportparkplanung Johannisau ein schlüssiges Freiraumkonzept für das Stadionumfeld. Das Projekt haben wir zwischen 2019 und 2025 umgesetzt – als Arbeitsgemeinschaft, unter anderem mit dem Architekturbüro Staubach + Partner.
Funktional, sicher und barrierefrei
Funktional, sicher und barrierefrei
Im Fokus der Maßnahmen stand eine zeitgemäße Infrastruktur mit klarer Besuchendenführung, hoher Aufenthaltsqualität und Sicherheitsstandards gemäß Versammlungsstättenrichtlinie. Die Stehtribünen realisierte die Arbeitsgemeinschaft nicht wie ursprünglich geplant als Erdwall, sondern als eigenständige Baukörper mit integrierten Räumen für Technik, Lagerung und Sanitäranlagen.
Die neue Wegeführung ermöglicht im Regelbetrieb eine offene Durchwegung des Stadions und erlaubt im Bedarfsfall eine klare Trennung von Fangruppen. Das gesamte Areal wurde barrierefrei erschlossen – ein durchgängiges Leitsystem und die Anbindung an den umliegenden Sportpark mit Wurffeld und weiteren Spielfeldern runden das Konzept ab.
Ein Stadion mit Perspektive
Als zentrale Sportstätte der Stadt ist das sanierte Stadion nicht nur Heimspielort der SG Barockstadt, sondern perspektivisch auch Austragungsort nationaler Leichtathletikveranstaltungen und weiterer sportlicher Großereignisse. Durch flexible Infrastrukturen wie mobile WC-Anlagen, Verkaufsstände oder Sicherheitszonen lässt sich das Stadion an unterschiedliche Veranstaltungsformate anpassen. Die Maßnahmen konzipierten wir so, dass mit einem möglichst geringen baulichen Mehraufwand für höhere Spielklassen nachgerüstet werden können.
Orientierung und Sicherheit im Sport
Mit der Sanierung des Stadions greift die Stadt Fulda zentrale Fragen auf, die bundesweit in der Sportstättenentwicklung diskutiert werden: Wie lassen sich Sicherheitsanforderungen, Barrierefreiheit und Flexibilität in gewachsenen Sportanlagen umsetzen? Wie wird ein Stadion zum offenen, städtischen Begegnungsraum – und bleibt dabei funktional und wirtschaftlich?
Das Projekt liefert darauf überzeugende Antworten: durch vorausschauende Planung, intensive Abstimmung mit allen Beteiligten und ein sensibles Gespür für die Balance zwischen Bestand und Erneuerung.
Im Auftrag von:












